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NaNoWriMo 2021

Guten Tag, mein Name ist NaNo. Der November ist ein aufregender Monat für mich, denn im NaNoWriMo werde ich viel erleben. Was das sein wird, ist noch völlig unklar. Niemand weiß es – am allerwenigsten die Autor*innen, die über mich schreiben.

Dabei haben sie mich erfunden und mich zu ihrer Hauptfigur erklärt. Doch damit hört ihre Vorausplanung schon auf. Planen sei völlig überbewertet, behaupten sie und schieben mir die Verantwortung für die Geschichte zu. »Ich lasse mich überraschen«, sagen sie und überlassen mich meinem unbekannten Schicksal. Immerhin sei ich ja der Held. Oder die Heldin. Nicht mal das wollen sie entscheiden.

Aber Steine in meinen Weg legen, das können sie. Und Widersacher*innen auf mich hetzen. Wenn sie mir das Leben zu leicht machen, dann fehle die Spannung. Damit rechtfertigen sie alles.

Mein Ziel kann ich mir zwar selbst auswählen. Nur aufgeben darf ich nicht. Nicht einmal, wenn ich das Ziel gerade erreicht habe, und dann wird es mir wieder weggenommen. Eine Wendung soll das sein. Wieder muss die Spannung als Begründung herhalten.

Ich weiß nicht mal, ob ich bis zum Ende überlebe. Deshalb berichte ich am liebsten selbst, aus der Ich-Perspektive. Vieles kann im Laufe der Handlung verändert werden, aber die Perspektive bleibt. Wenn ich die Geschichte erzähle, kann mich wenigstens niemand ermorden, auch wenn es ein Krimi wird. Mit dem Genre werden ebenfalls gleich zu Beginn die Weichen gestellt. Nur bei Monty Python darf ein UFO durch einen Sandalenfilm sausen.

Jetzt werde ich mich mal in mein November-Abenteuer stürzen. Viel Spaß beim Schreiben!

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