verhinder.bar

NaNoWriMo Tag 20

Wer Texte verfassen will, muss gegen allerlei äußere Störungen anschreiben. Am hartnäckigsten sind jedoch oft die eigenen selbstkritischen Gedanken, die vom Schreiben abbringen. Sie sind in all ihrer Redundanz so langweilig, dass sie es verdienen, verbannt zu werden.

Als Beispiele nennt Doris Dörrie: 

»Ich bin zu blöd.  
Ich bin zu uninspiriert.
Ich bin nicht originell genug. 
Mein Leben ist nicht interessant genug. 
Wen soll das schon interessieren? 
Ich kann einfach nicht schreiben und konnte es noch nie. 
Ich habe Angst, dass andere blöd finden, was sich schreibe.
Ich habe Angst, peinlich zu wirken. 
Ich habe Angst, anderen auf die Zehen zu treten, sie zu verletzen oder zu beleidigen. 
Mir fällt sowieso nichts ein. 
Und was wird meine Mutter sagen, wenn sie das liest?«

Doris Dörrie ist eine erfolgreiche Autorin, die ihre Mutter als tolerante Frau beschreibt. Wenn also sogar sie sich von solchen Gedanken beirren lässt, sind Schreibanfänger*innen erst recht anfällig. Dabei haben die wenigsten den Ehrgeiz, besonders interessant oder einfallsreich zu schreiben, wenn es um die eigenen Erinnerungen geht. Doch wer unbeirrbar weiterschreibt, hat eine Chance, die destruktiven Gedanken zu überschreiben.

Denn eines haben sie gemeinsam: Sie haben das Thema verfehlt. 

Wir freuen uns auf Anregung und Empfehlungen von Lehrenden und Lernenden (wer ist das nicht?!) per Mail oder einfach hier im Kommentarfeld.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.