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NaNoWriMo Tag 23

Wer seinen Schreibstil verbessern will, wird ermutigt zu beobachten und zu notieren, anstatt fertige Interpretationen zu liefern. Dadurch erscheint die Welt nicht nur für potentielle Leser*innen bunter und lebendiger, sondern auch für die Schreibenden selbst, die so ihre Welt erforschen. Idealerweise verwandelt sich das Schreiben von der zusätzlichen Pflicht zum Bedürfnis.

Eine Routine hilft wie beim Sport: »Der Schreibmuskel ist ein Muskel, der verkümmert, wenn man ihn nicht trainiert. Es fällt einem dann wieder ungeheuer schwer zu schreiben. Aber jeden Tag nur ein bisschen Bewegung, ein wenig Stretching, das reicht.« Das funktioniert laut Doris Dörrie auch mit einem vollen Terminkalender.

»Zehn Minuten, nicht mehr. Zehn Minuten sind immer zu schaffen, da greift die Ausrede nicht, man habe keine Zeit. Überall sind kleine Zeit- und Wartefenster versteckt, die wir inzwischen meist mit Daddeln auf dem Handy verbringen. Stattdessen zu schreiben ist eine Art Ermächtigung. Man holt sich die Zeit zurück. Verpasst sein eigenes Leben nicht mehr.«

Beobachten und notieren, was in den Sinn kommt – das kostet weniger Überwindung und Mühe, als jeden Satz ausgehfein herauszuputzen, damit er sich dann mit den anderen auf ein gemeinsames Image einigt.

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