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Fermi-Aufgaben

Bei der Anekdote vom Reis auf dem Schachbrett wird zwar mit großen Mengen gerechnet, doch es handelt sich stets um exakte Zahlen. Anders bei den sogenannten Fermi-Aufgaben:

Der italienische Physiker Enrico Fermi hat eine kühne Behauptung aufgestellt: Jeder vernünftig denkende Mensch kann zu jeder quantitativen Frage eine Antwort finden. Die Auswahl der Themen ist also unbegrenzt, so dass sich selbst außergewöhnliche Interessen von Schüler*innen optimal berücksichtigen lassen. Da es üblicherweise keine eindeutige Antwort auf Fermi-Fragen gibt, kann die Angst vor Fehlern abgebaut und mehr Mut zu kreativen Lösungswegen entwickelt werden.

Eine Fermi-Aufgabe wäre also nicht: »Wie viele Reiskörner bekommt Sissa ibn Dahir«, denn das lässt sich bis auf das letzte Reiskorn berechnen. Sondern: »Wie viele Reiskörner passen in einen durchschnittlichen Einkaufswagen beim Hamsterkauf?« Und: Wie lange wird diese Reismenge reichen? Wie viel Reis essen Erwachsene und Kinder durchschnittlich pro Mahlzeit? Wie oft essen sie Reis in der Woche?

Die Fragestellungen sind unendlich, können sich jedem Lieblingsthema anpassen und bieten Raum für einfallsreiche Experimente und Befragungen.

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