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Matheangst
Matheangst ist weit verbreitet. Sie blockiert das Arbeitsgedächtnis, das dringend zum Denken und Problemlösen benötigt wird. Neben den üblichen Entspannungstechniken gibt es einen vielversprechenden Ansatz, um die Angst unter Kontrolle zu halten.
Gerardo Ramirez von der University of California, Sian L. Beilock und Daeun Park von der Universiy of Chicago unterteilten Studierende nach ihrem Ausmaß an Matheangst und versetzten sie durch einen besonders schweren Probetest absichtlich in Angst und Schrecken. Anschließend wurden zwei Gruppen gebildet: Die Kontrollgruppe wartete 7 Minuten still auf ihre zweite Matheprüfung. Die Versuchsgruppe verbrachte diese 7 Minuten schreibend. Sie sollten ihre Gefühl und Gedanken zur bevorstehenden Prüfung aufschreiben.
Danach lösten alle denselben Test mit leichten und schweren Aufgaben. Bei leichten Aufgaben spielte die Matheangst kaum eine Rolle. Bei schwierigen Aufgaben zeigte sich jedoch der bekannte Effekt: Hohe Matheangst führte in der Kontrollgruppe zu einer langsameren Bearbeitung und mehr Fehlern.
Nach dem Schreiben arbeiteten die ängstliche Studierende deutlich schneller und genauer und erreichten Leistungen, die statistisch nicht mehr von denen der Gruppe mit geringer Angst zu unterscheiden waren. Das Schreiben hatte die Angst gelindert.
Die mögliche Begründung:
Schreiben hilft, Gefühle zu sortieren und besser zu bewältigen. Gedanken werden ausgelagert, vom Kopf aufs Papier. So wie es das Schreiben einer To-do-Liste erlaubt, sich auf anderes zu konzentrieren, werden die Sorgen und der Stress abgelegt.